Berufliche Oberschule Inn-Salzach

Verkehrssicherheitsaktion an der FOSBOS

200 Schülerinnen und Schüler der Fach- und Berufsoberschule Altötting nehmen an der Verkehrssicherheitsaktion für junge Fahrer teil

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland steigt wieder an. Fahranfänger zwischen 18 und 24 Jahren sind dabei besonders gefährdet. Für den Schulleiter der Fach- und Berufsoberschule in Altötting, OStD Rudolf Geier, war diese besorgniserregende Entwicklung Anlass genug, zum ersten Mal am 2. Mai 2019 einen Verkehrssicherheitstag für alle 12. Klassen der Fachoberschule in Altötting durchzuführen.

Mit Peter Starnecker (Kreisverkehrswacht Berchtesgadener Land) und seinem Team aus den Kreisverkehrswachten Altötting, Kelheim und Pfaffenhofen konnte den Schülerinnen und Schülern ein informatives und vor allem interaktives Angebot gemacht werden, um eine Sensibilität für die Gefahren im Straßenverkehr zu entwickeln, eigene Erfahrungen in kontrollierten Gefahrensituationen zu machen und auch Verhaltensweisen bei Unfällen zu erlernen.

Jede Sequenz wurde durch einen Vortag von Peter Starnecker eröffnet, der am Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei in Ainring für die Ausbildung von Verkehrspolizisten verantwortlich ist und den Schülerinnen und Schülern auch eindrucksvoll aus der Praxis der Polizeiarbeit berichten konnte. Anschließend begleiteten die zuständigen Lehrkräfte ihre Schüler zu den verschiedenen Simulatoren und dem „Rauschbrillenparcours“: Beim Aufprallsimulator erlebten die Schüler die Kräfte, die bei einem Verkehrsunfall schon mit niedriger Geschwindigkeit (ca. 10 km/h) auf sie wirken und wie ein Sicherheitsgurt vor Verletzungen schützt. Wie schwierig es ist, sich aus einem überschlagenen Auto zu befreien, erlebten die Schüler beim sog. Überschlagsimulator. An verschiedenen Fahrzeug- und Motorradsimulatoren konnten die Schülerinnen und Schüler Reaktion und Bremsverhalten testen.  Nach jeder Simulationsfahrt wurden den interessierten Teilnehmern dann erläutert, was sie in ihrem Fahrverhalten noch verbessern könnten und wie es mit ihrer Reaktionszeit bestellt ist.

Auf dem „Rauschbrillenparcours“ wurde den jungen Leuten schließlich die Gefährlichkeit von Alkohol und anderen Drogen am Steuer vermittelt.

Die durchweg positive Resonanz der jungen Fahrer freute auch die verantwortlichen Lehrkräfte Kurt Adler und Marcus Rauch besonders, da der organisatorische Aufwand einer solchen Veranstaltung nicht unerheblich ist. Die Finanzierung erfolgt dabei über die Deutsche Verkehrswacht gefördert vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Peter Starnecker wiederholt Inhalte der Fahrausbildung. Hier: Verhalten an Bushaltestellen.
Beim Durchlaufen des „Rauschbrillenparcours“ müssen verschiedene Aufgaben erfüllt werden.
Bei diesen Fahrsimulatoren reagieren die Fahrer auf plötzliche Gefahren mit anschließender Auswertung der jeweiligen Reaktionszeit.
Füße auf das Armaturenbrett, den äußeren Arm unter den Kopf legen, das Gesäß fest in den Sitz drücken und dann kann der Gurt gelöst werden.


Stimmen zum Tag

„Ich finde es wichtig, dass solche Veranstaltungen an Schulen stattfinden – auch in Zukunft!“
(Jasmin, 18)
„Ich habe viele Freunde, die sich nicht anschnallen. Denen werde ich eine Predigt halten!“ (Michelle, 20)

„Viele Unfälle könnten leicht vermieden werden, z. B. durch Vermeidung von Alkohol.“ (Daniel, 19)
„Ich hoffe, keinen Überschlag erleben zu müssen, weiß aber jetzt, was zu tun ist.“ (Christoph, 18)