Eine Woche gelebte Partnerschaft: Schüler-austausch mit Beroun in Tschechien
Europa lebt von Begegnungen – so wie beim Besuch einer Schülergruppe aus Beroun (Tschechien) und ihrer Begleitung Simona Baštová vom 20. bis 24. April. Gemeinsam mit der Partnerklasse S2 erlebten unsere Gäste eine Woche voller interessanter Projektarbeit, erlebnisreicher Ausflüge und interkulturellem Austausch. Unterstützt wurde der Austausch durch den deutsch-tschechischen Zukunftsfonds, der sich zum Ziel gesetzt hat, Projekte zu unterstützen, die Brücken zwischen Deutschen und Tschechen bauen und Einblicke in die Lebenswelten, die gemeinsame Kultur und Geschichte ermöglichen und vertiefen.
Nach einem herzlichen Empfang durch die Schulleitung – samt Gruppenfoto und Schulführung – und gemeinsamen Kennenlernspielen war ein Höhepunkt des ersten Vormittags die Präsentation der tschechischen Schülerinnen und Schüler über ihre mittelböhmische Heimat. Danach arbeiteten gemischte deutsch-tschechische Gruppen unter der Leitung von Herrn Eichenseer an landeskundlichen Themen zur Bundesrepublik Deutschland. Bei einer spannenden und lehrreichen Stadtführung mit unserer ehemaligen Stellvertretenden Schulleiterin Frau Brunner erkundeten die Schülerinnen und Schüler am Nachmittag die Geschichte Altöttings.
Der Dienstag rückte ein sensibles, aber zentrales Thema in den Fokus: die Zeit des Nationalsozialismus. In abwechslungsreichen Lernstationen, gestaltet von der Klasse S2, setzten sich die Jugendlichen mit dem Aufstieg der NSDAP, dem Zweiten Weltkrieg und den Erfahrungen verschiedener Generationen mit diesem einschneidenden Ereignis der Geschichte auseinander. Die anschließende Beschäftigung mit dem Comic „Maus“ verlieh den historischen Fakten eine persönliche, bewegende Dimension. (Leitung: Stroka und Focken). Am Nachmittag stand noch ein Besuch der Gerner Dult in Deggendorf auf dem Programm.
Am Mittwoch startete die Exkursion nach Burghausen mit einer Führung per Bus durch das Werksgelände des Chemieriesen Wacker. Ein kleiner Einblick in die Geschichte und ein Überblick über Wacker-Chemie heute, dessen Standorte inzwischen auf der ganzen Welt verteilt liegen, verdeutlichten die Bedeutung des Konzerns. Danach ging es auf eine Zeitreise: Die imposante Burg in Burghausen – die längste Europas – wurde zur Kulisse für eine Entdeckungstour ins Mittelalter. Ein abschließender Spaziergang durch die Stadt rundete die Begegnung mit der Geschichte Burghausens ab.
Vergangenheit und Zukunft verband der Donnerstag: In München beeindruckte zunächst die BMW-Welt mit moderner Technik und visionärem Design, danach wurde das Olympiagelände erkundet. Am Nachmittag führte eine Altstadtführung durch die historischen Facetten der Stadt – einschließlich der bewegenden Geschichte der jüdischen Gemeinde und der NS-Zeit. Anschließend hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit neben der geplanten Fragebogenaktion München auch eigenständig zu erkunden. Manuel Feuerstein, ein Schüler der S2, hat währenddessen sogar Jonas Urbig, den Torwart des FC-Bayern, getroffen.
Der letzte Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück, bei dem der Austausch und die gemeinsame Zeit im Mittelpunkt standen. In der anschließenden Reflexion blickten die Schülerinnen und Schüler auf eine sehr lehrreiche und für alle Beteiligten bereichernde Woche zurück.
Die Koordinatoren und Teilnehmer des Schüleraustauschs bedanken beim deutsch-tschechischen Zukunftsfonds für die Unterstützung.








