Ob Außenstelle Mühldorf oder Hauptstelle Altötting – der Restmüll landet in Burgkirchen
Heute besuchten die Klassen 11W2 aus Altötting und 11W5 aus Mühldorf das Müllheizkraftwerk in Burgkirchen. Hier wird der Restmüll aus sieben Landkreisen verbrannt – der zugehörige Euphemismus lautet „thermisch verwertet“. Und das gelingt erstaunlich erfolgreich: Im Vergleich zu anderen Anlagen in Bayern liegt man in Burgkirchen bei den Schadstoffemissionen weit unter den erlaubten Grenzwerten und auch bei den Müllgebühren ist man konkurrenzlos günstig. Die ständige Erneuerung der Anlage und die Möglichkeit, Energie in Form von Dampf und Elektrizität an das benachbarte Gewerbe abgeben zu können, sind wohl Garanten dieses Erfolgs. Die Schülerinnen und Schüler hatten bei der etwa einstündigen Führung Gelegenheit, vom Führerstand des Krans in den Müllbunker zu sehen, wo ein großer Greifarm den angelieferten Abfall mischt und in die Verbrennungsanlage befördert. Auch der Blick in den Verbrennungsofen hat viele zum Staunen gebracht. Der Vortrag begann – bei aller Begeisterung für die Technik – mit der obersten Prämisse in der Abfallwirtschaft, der Müllvermeidung, die wir als Verbraucher in besonderem Maße gestalten können. Kaufen Sie bitte bewusst ein und vermeiden Sie unnötigen Verpackungsmüll. Achten Sie auf langlebige Güter, die man auch reparieren kann. Verlängern Sie die Lebenszyklen von Produkten durch Wiederverwendung oder Weitergabe. Für Burgkirchen bleibt mit Sicherheit trotzdem noch genug.
Kurt Adler, OStR