Berufliche Oberschule Inn-Salzach

Frankreichaustausch: Eine Woche Bretagne

Im Januar 2013 hatte eine Gruppe aus neun Schülern der FOS/BOS Altötting die Möglichkeit, an einem Schüleraustausch mit dem französischen Lycée de La Salle teilzunehmen, um dort Erfahrungen und Eindrücke über unser Nachbarland und natürlich auch Sprachkenntnisse zu sammeln. Mit dabei waren unsere Französischlehrerinnen Frau Sonnleitner und Frau Döllinger, die uns mit Rat, Tat und kleinen Verspätungen zur Seite standen. Unterstützung erfuhren wir auch in finanzieller Hinsicht durch das Deutsch-Französische Jugendwerk, dem wir an dieser Stelle noch einmal Dank aussprechen möchten.
Unsere Reise begann am Samstagmorgen im Zug von Mühldorf nach München, wo sich erstmals alle Mitglieder unserer illustren Gruppe kennenlernen konnten. Wenig später erwartete uns auch schon das erste Highlight unserer Reise: die Fahrt mit dem 300 km/h schnellen TGV nach Paris! Dort angekommen kämpften wir uns durch den Metro-Dschungel zu unserem letzten Zug, der uns von der französischen in die bretonische Hauptstadt Rennes brachte, wo wir von unseren Austauschschülern in Empfang genommen wurden. Für den Rest des Samstags und Sonntags wurden wir uns selbst bzw unseren Korrespondenten überlassen, die uns schnell mit der französischen Kultur und vor allem der Küche, an die man sich durchaus gewöhnen konnte, vertraut machten.
Am Montagmorgen wurden wir vom Direktor des Lycée empfangen und herumgeführt und durften auch in den restlichen Tagen dem französischen Unterricht beiwohnen. Dabei konnten wir durchaus einige Unterschiede zwischen den Lehrmethoden beider Nationen feststellen.
Die Nachmittage verbrachten wir mit einigen Ausflügen in die malerische Stadt St. Malo, einer Führung durch das bretonische Parlament und einer Audioguide-Tour durch Rennes, wo wir anschließend unsere Freizeit mit kleinen (oder großen) Einkäufen und Cafe- oder Restaurantbesuchen verbracht haben. Natürlich integrierte unsere Gruppe auch das Nachtleben in das geschätzte Kulturprogramm.
Doch trotz aller Planung, Vorbereitung und Kalkulation hatte niemand mit dem verheerenden Puderzuckerschneechaos von Rennes gerechnet, welches sich mit seinen ganzen 2 cm Schnee über die bretonische Hauptstadt (und Umgebung) ausbreitete und binnen eines Tages das gesamte Verkehrsnetz lahmlegte, was zur Folge hatte, dass einige, außerhalb von Rennes einquartierte Schüler, ins Schulinternat umziehen mussten und auch unser Ausflug nach Nantes deshalb abgesagt wurde. Der Schulbetrieb wurde für die letzten Tage unseres Aufenthalts ebenfalls eingestellt, was für uns hartgesottene Bayern ein erhebliches Plus an Freizeit bedeutet hat, welches wir dem Wetter zum Trotz nutzten, um zusammen zu kochen und auszugehen.
Letzten Endes bleibt zu sagen, dass sich die ausgesprochen lange Reise in unser Nachbarland trotz des unvorhergesehenen Ausgangs gelohnt hat, da diese Zeit, nicht nur in Bezug auf den Lerninhalt, eine Erfahrung und Erinnerung darstellt, die es auf jeden Fall wert ist, gemacht worden zu sein. Auf den Gegenbesuch der Franzosen darf man gespannt sein.

Claudia Greger